Die COVID-19-Pandemie hat Organisationen verschiedenster Branchen dazu gebracht, sich der Digitalisierung - mit all ihren Funktionen - anzunehmen. Auch der Bildungssektor befindet sich inmitten einer lebhaften Debatte über den umsichtigen Einsatz von Technologie. Sicherheitslücken, Betrugsmöglichkeiten sowie Datenschutz- und strukturelle IT-Bedenken schrecken die Bildungsinstitutionen von der Einführung von Technologie ab. Die Bildungseinrichtungen wollen jedoch auch innovative technologische Fortschritte und digitale Lösungen nutzen, um die Kontinuität in Ausbildung und Prüfungen zu gewährleisten. Diese Debatte prägt weiterhin die Meinungen und den grundsätzlichen Kurs des Sektors auf kurze und lange Sicht. 

 

Mercer | Mettl bietet eine Technologieplattform, die es Instituten und Organisationen weltweit ermöglicht, ihre Aufgaben wie gewohnt weiterzuführen, sei es in den Bereichen Ausbildung, Home-Office, Personalmanagement, Lern- und Entwicklungsinitiativen oder Zertifizierungen.

 

Kürzlich haben wir eine Einheit in einer Webcast-Reihe zum Thema "Wie stellt Technologie die Kontinuität von Prüfungen und Lernen sicher" durchgeführt, welche von Thomas Gruhle, Senior Principal, Mittel- & Osteuropa, Mercer, moderiert wurde.  Siddhartha Gupta, CEO, Mercer | Mettl, diskutierte zusammen mit Raphael Beuthner, Chief Information Officer, EBZ Business School, Hochschule für Technik und Wirtschaft, Deutschland, verschiedene Aspekte dieses Themas.

 

Dabei teilte Siddhartha Gupta sein Fachwissen über der Unterstützung von Institutionen bei der Digitalisierung ihrer Prüfungen und reflektierte über den weiteren Weg für diesen Bereich. Raphael Beuthner erläuterte, wie die anhaltende Unterbrechung der Normalität die EBZ zur Prüfungsplattform von Mercer | Mettl führte, und welche Schritte Universitäten bei der Wahl einer Online-Prüfungsplattform unternehmen sollten. Raphael Beuthner erörterte auch, wie diese Entwicklung durch die Pandemie unvermeidlich war, und wie Mercer | Mettl der Universität half, den Wechsel reibungslos, schnell und effizient zu bewältigen.

 

Wesentliche Diskussionspunkte:

  • Die Auswirkungen der Pandemie – die Vor- und Nachteile der Digitalisierung im Bildungssektor
  • Herausforderungen und Vorteile von Online-Prüfungen
  • Beste Vorgehensweise zur Gewährleistung der Betriebskontinuität in der neuen Normalität


 

Ausschnitte aus dem Gespräch zwischen Raphael Beuthner (RB) und Siddhartha Gupta (SG), moderiert von Thomas Gruhle:


Die gegenwärtige und zukünftige Technologielandschaft in der Bildung

SG: Die Einführung von Online-Tools ist bereits in der Zeit vor COVID-19 in einem angemessenen Tempo vorangeschritten. In den letzten drei bis vier Jahren sind zahlreiche Bildungstechnologie-Plattformen (edu-tech) entstanden. Eine große Anzahl von Instituten bietet digitale Lernangebote an und führt Prüfungen online durch, aber diese Pandemie hat die Dinge völlig verändert.

 

Man schätzte, dass sich der Edu-Tech-Markt bis 2025 auf etwa 350 Milliarden US-Dollar belaufen wird, aber ich denke, dass diese Zahl schon viel früher als 2025 erreicht werden wird.

RB: Bei der Digitalisierung in ihren verschiedenen Ausprägungen geht es nicht in erster Linie um Technologie, sondern um Menschen. Innerhalb der letzten zwei oder drei Monate haben wir einen Grad der Digitalisierung erreicht, von dem wir ursprünglich dachten, dass wir dafür zwei Jahre brauchen würden. Viele wollten den Aufwand nicht betreiben, waren aber aufgrund der Pandemie nahezu gezwungen, es zu tun. Viele Studenten könnten das traditionelle System durch ein Fernlernsystem ersetzen, um Komfort und Flexibilität zu gewinnen. Und genau hier sind Online-Prüfungen von Vorteil. Wenn man weiterhin alles vor Ort machen wollen würde, wie es in der Vergangenheit geschehen ist, bräuchten wir Klassenzimmer in der Größe von Fußballfeldern, was unmöglich ist. Die Online-Welt ist jetzt Realität geworden. Und selbst die Langsamsten von uns müssen diese Realität akzeptieren.

 

Auswahl einer Online-Prüfungsplattform - aus der Sicht eines Plattformanbieters und eines Plattformsuchenden

SG: Ich möchte drei ausschlaggebende Eigenschaften hervorheben, nach denen man bei einem Anbieter von Prüfungsplattformen Ausschau halten sollte:

 

1. Flexibilität, um unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden: Bei der Suche nach der richtigen Online-Prüfungsplattform sollten wir den eigentlichen Grund der Prüfung nicht vergessen, nämlich eine genaue Messung des Lernergebnisses. Die Prüfungsplattform muss so flexibel aufgebaut sein, dass sie sich an die Agenda des Lehrkörpers anpassen kann. Das bedeutet, dass das Prüfungsformat in der Lage sein sollte, mehrere Frageformate anzubieten - mathematische Gleichungen, grafische Diagramme, chemische Gleichungen, Simulatoren etc.

 

2. Die Robustheit und Skalierbarkeit des Systems: Bei Prüfungen müssen in der Regel viele Studenten gleichzeitig die Prüfung ablegen. Die Prüfungsplattform muss auf entsprechend skalierbar sein. Da sich zahlreiche Studenten gleichzeitig anmelden, muss das System so aufgebaut sein, dass alle, auch wenn es sich um Tausende handelt, sich anmelden und die Prüfung ablegen können. Weitere kritische Elemente, die es zu berücksichtigen gilt: die Durchführung des Tests bei niedrigen Bandbreiten, die digitalen Fähigkeiten der Studenten und die Einschränkungen der von den Studenten verwendeten Geräte.

 

3. Die akademische Integrität der Prüfung: Der Anspruch an die Prüfungen spiegelt das Ansehen jeder Institution wider. Die Prüfungsplattform muss ein faires System versprechen, in dem alle Studenten ihre Fähigkeiten und ihr Wissen präsentieren können. Wenn es Kompromisse gäbe, würde das gesamte System das Vertrauen in die Institution und den Wert ihrer Zertifizierung verlieren.

 

Dies sind die Bausteine der Prüfungsplattform von Mercer | Mettl

RB: Ich untersuchte verschiedene Möglichkeiten, Online-Prüfungen von zu Hause aus durchzuführen. Da die deutsche Gesetzgebung in Bezug auf Universitätsprüfungen sehr streng ist, waren mehrere Optionen sofort vom Tisch. Wir haben nach geeigneteren Lösungen gesucht. Wir mussten ein System finden, das es uns ermöglicht, ein ähnliches Maß an Aufsicht zu bieten, wie wir es für unsere Prüfungen vor Ort aufbringen.  Wir brauchten ein System, mit dem sich unsere Studenten wohl fühlen würden. Jedes Mal, wenn die Studierenden Prüfungen ablegen, steigt ihr Stressniveau erheblich. Deshalb wollten wir es für sie nicht noch schlimmer machen, indem wir die falsche Plattform wählen. Wir brauchten ein System, das es unseren Studierenden ermöglicht, genau das zu tun, was sie während einer Prüfung vor Ort tun würden. Die Plattform musste es den Studierenden ermöglichen, Entity-Relationship-Diagramme zu zeichnen, Tabellen auszufüllen, Workflow-Diagramme zu erstellen, mathematische Berechnungen durchzuführen, komplexe mathematische Formeln einzugeben und online zu kodieren. Bei der Suche nach einer Lösung, hatte ich also keine Bedenken vor langen Textantworten, aufgrund ihrer Einfachheit. Alles andere hingegen war schwierig und erschien mir bei der ersten Analyse kompliziert.

 

Es gibt zwar andere Proctoring-Lösungen auf dem Markt, aber Mercer | Mettl ist das einzige System, das ich kenne, das in fast allen Sprachen verfügbar ist. Unsere Studenten sprechen Deutsch, deshalb brauchten wir ein System, bei dem die Benutzeroberfläche für die Studenten in deutscher Sprache verfügbar ist. Wenn Studenten eine Prüfung schreiben und deshalb ihr Stressniveau hoch ist, wollen wir, dass sie sich wohl fühlen und eine vertraute Sprache verwenden. Es musste also ein einfach zu bedienendes System sein, das auf Deutsch verfügbar ist. Die Proctoring-Lösung von Mercer | Mettl ermöglichte es uns auch, unsere hauseigenen Proktoren zu nutzen, was nicht viele Plattformen ermöglichen.

 

Wir brauchten den besten verfügbaren Support, denn auch das war für uns völlig neu. Wir wussten nichts über Online-Prüfungen; keiner von uns hat sie jemals zuvor durchgeführt. Wir brauchten ein System, mit dem wir uns sofort an jemanden wenden konnten, wenn wir vor Herausforderungen standen oder nicht wussten, wie man eine individuelle Prüfung einrichtet. Nachdem wir nun Mercer | Mettl genutzt haben, werden wir aufgrund unserer sehr positiven Erfahrung die Plattform zweifellos auch in Zukunft nutzen.

 

Wie stellen Sie sich vor, wie sich der Bildungssektor nach einer Pandemie entwickeln wird?

SG: Wir werden uns auf ähnliche Shutdowns in der Zukunft vorbereiten müssen; dies ist nicht die letzte Krise dieser Art, mit der wir konfrontiert sein werden. Es ist unerlässlich, online zu gehen oder zumindest die Möglichkeit zu haben, dies zu tun; das kann nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden. Die Technologie war zwar immer verfügbar, aber der Bildungssektor nahm sich Zeit, diese auch zu übernehmen. Aber jetzt ist die Zeit gekommen, den gesamten Prozess zu beschleunigen.

 

RB: Jede anerkannte Universität ist gut beraten, so viele Tools wie möglich zur Verfügung zu haben. Ich bin jedenfalls froh, dass wir das Prüfungs- und Proctoring-Systeme von Mercer| Mettl in unserem Toolkit haben: Wir werden sie in Zukunft sicher auch für unsere Fernstudierenden einsetzen. Und wir wissen nicht, was in Zukunft passieren wird. Wir wollen darauf vorbereitet sein, um auf alle Bedürfnisse und Anliegen unserer Studierenden einzugehen. Mercer | Mettl ist ein ausgezeichnetes Tool für diesen Zweck. Es ermöglicht uns, für unsere Studierenden da zu sein, Kontinuität zu gewährleisten und sie auf die Zukunft vorzubereiten. Ich glaube immer noch, dass es bei der Digitalisierung in erster Linie um Menschen geht, und dieses Tools rücken die Menschen in den Mittelpunkt.

 

 

Diese außergewöhnlichen Zeiten erfordern außergewöhnliche Anstrengungen und Lösungen. Während sich die Universitäten mit den Herausforderungen einer lähmenden Pandemie auseinandersetzen, gehen die Dienstleistungsanbieter eine Extra-Meile, um Bildungseinrichtungen zu unterstützen. Die Gewährleistung von Kontinuität im Bereich des Lernens und der Ausbildung ist ein gemeinsames Ziel von Plattformanbietern und Plattformsuchenden. Die gegenwärtige Situation erfordert eine Verhaltensänderung und das technische Know-how gleichermaßen. Als Plattformanbieter versteht das Team von Mercer | Mettl das gut.

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