Mercer | Pensionskassen mit schwacher Performance 2015

Mercer | Pensionskassen mit schwacher Performance 2015

Pensionsvehikel

Pensionskassen mit schwacher Performance 2015

30.03.2016
Autor: Michaela Plank

Die Gesamtperformance der österreichischen Pensionskassen lag 2015 bei ernüchternden 2,3 Prozent. Die überbetrieblichen Pensionskassen haben 2,27 Prozent, die betrieblichen Pensionskassen 2,53 Prozent erwirtschaftet. Die durchschnittliche Performance der offenen Veranlagungs- und Risikogemeinschaften der überbetrieblichen Pensionskassen lag – unabhängig von der gewählten Veranlagungsausrichtung – bei 2,32 Prozent.

Nach dem ausgezeichneten ersten und durchwachsenen zweiten Quartal war das Restjahr von einem sehr schwierigen Umfeld an den internationalen Finanzmärkten und hohen Verlusten an den weltweiten Börsen geprägt. Starke Kursrückgänge in China führten zu entsprechenden Verlusten im asiatischen Raum und in Folge auch in Europa und den USA.

Trotz der raschen Reaktion der Pensionskassen hinsichtlich Umschichtung und Korrektur der Aktienquote konnte das nicht zufriedenstellende Ergebnis nicht abgewendet werden, da nach wie vor auch auf der Anleihenseite keine ausreichende Performance zu erzielen ist.

Performance der Pensionskassen 2015
 

Die Sieger der verschiedenen Veranlagungstypen:

  • Defensive Veranlagungsausrichtung: Allianz Pensionskasse AG
  • Konservative Veranlagungsausrichtung: VBV-Pensionskasse AG
  • Ausgewogene Veranlagungsausrichtung: Allianz Pensionskasse AG
  • Aktive Veranlagungsausrichtung: Allianz Pensionskasse AG
  • Dynamische Veranlagungsausrichtung: VBV-Pensionskasse AG
     

Die Performancebandbreiten innerhalb der einzelnen Veranlagungstypen:

  • Defensiv: 0,25% bis 4,83%
  • Konservativ: 1,38% bis 2,65%
  • Ausgewogen: 0,05% bis 3,62%
  • Aktiv: 1,67% bis 4,39%
  • Dynamisch: 2,18% bis 5,00%

Pensionskasse bleibt führendes Pensionsvehikel

Im langjährigen Schnitt konnten die Pensionskassen 5,58 Prozent erwirtschaften, im dreijährigen Schnitt lag die Performance bei 5,06 Prozent und im 5-Jahresschnitt bei 4,05 Prozent.

Die Pensionskasse bleibt das führende Pensionsvehikel der zweiten Säule. Die auch am Markt vertretenen betrieblichen Kollektivversicherungen können zwar als Alternative herangezogen werden, sind aber hinsichtlich Transparenz in der Veranlagung und Kosten nicht mit den Pensionskassen vergleichbar.

Ab 2016 werden die Betrieblichen Kollektivversicherungen – wie alle Lebensversicherungen – nur mehr einen Garantiezins von max. 1 Prozent anbieten können (einige Anbieter gehen gleich auf 0 Prozent), d. h. auch hier wurde nun auf das lang anhaltende Niedrigzinsniveau entsprechend reagiert.

Weiterhin wenige Wechsel in betriebliche Kollektivversicherung

Zum Stichtag 31.12.2015 haben 119 Personen von der Pensionskasse in die betriebliche Kollektivversicherung gewechselt. Weitere 2 Personen haben in die Sicherheits-VRG gewechselt, während sich 142 Personen innerhalb des Lebensphasenmodells für einen Wechsel der Veranlagungsausrichtung entschieden haben. Die Zahlen legen nahe, dass sich ein Großteil der Pensionskassenkunden (Arbeitgeber und Betriebsrat) noch nicht mit der Wechselmöglichkeit von einer überbetrieblichen Pensionskasse in eine betriebliche Kollektivversicherung beschäftigt hat.

Voraussetzung für die Wechselmöglichkeit ist, dass der Arbeitgeber in Abstimmung mit Betriebsrat und Mitarbeitern eine entsprechende betriebliche Kollektivversicherung auswählt. Obwohl es sich hier nur um eine Kann-Option handelt, sollten die Arbeitgeber diese Möglichkeit zumindest mit dem Betriebsrat diskutieren und darüber eine Entscheidung treffen.

Ergebnisse der Betrieblichen Vorsorgekassen

Der Gesamtdurchschnitt der Performance der Betrieblichen Vorsorgekassen 2015 liegt bei 1,20 Prozent. Nachdem alle Vorsorgekassen einen defensiven Veranlagungsstil hatten, ist dieser Durchschnittswert identisch mit dem Gesamtdurchschnitt.

Die Vorsorgekasse mit der besten Performance 2015 ist die VBV (1,93 Prozent) vor der Victoria (1,73 Prozent) und der NÖVK (1,33 Prozent). Schlusslicht ist die APK mit -0,66 Prozent.

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