Expertenwissen im Unternehmen halten: Mercer kooperiert mit Recruitingplattform für Pensionisten (WisR)

44 Prozent der europäischen Bevölkerung wird 2030 über 50 Jahre alt sein. Das sind alleine in Österreich 3,9 Millionen Menschen. Engagierte Senior Talents sind für den Arbeitsmarkt wichtig. Wie können Sie Ihre eigenen Mitarbeiter über den Pensionseintritt hinaus begeistern, weiter zur Verfügung zu stehen? Dabei wertvolles Expertenwissen und Erfahrung beibehalten und Potenziale und Synergien ausschöpfen?

Mercer begibt sich laufend auf die Suche nach innovativen Lösungen, um den Herausforderungen, mit denen Kunden konfrontiert sind, zu begegnen. Damit durch bevorstehende Pensionierungen nichts an Wissen und Know-how und somit sogenannte Senior Talents in den Unternehmen verloren gehen, hat sich Mercer mit dem Startup WisR zusammengeschlossen.

Im Interview mit Klaudia Bachinger, Founder und CEO von WisR erfahren Sie mehr über eine zukunftsorientierte Recruitingplattform, die von WisR entwickelt wurde, um aktiv Generationen zusammenzubringen und dabei ein Re-Thinking um das Thema Alter anzustoßen. Denn für WisR ist jeder Mensch, unabhängig seiner Lebensphase, wertvoll für den Arbeitsmarkt, ganz nach dem Motto – „Nicht älter, sondern weiser!“. Durch die 2017 gegründete Onlineplattform können Unternehmen motivierte Senior Talents rekrutieren.

 

Wie sind die Idee und das Konzept für WisR entstanden?

Klaudia Bachinger: Die Idee für WisR ist bereits 2016 aus einem persönlichen Erlebnis mit meiner eigenen Großmutter und meinem Vorwissen über Arbeitsmarktentwicklung, New Work und demografischen Wandel entstanden. Aus diesem Erlebnis heraus habe ich beschlossen, meinen Job als Filmemacherin aufzugeben und mich dem Thema Re-thinking Age (“Alter Neu Denken”) zu widmen.


WisR Founder Team 2019, Carina Roth (CFO), Klaudia Bachinger (CEO)

 

Was ist das Besondere an WisR und was unterscheidet euch von anderen Recruitingplattformen (für Pensionisten)?

Bachinger: Für Senior Talents (Generation 55+) gibt es derzeit noch weltweit sehr wenige Angebote. Das ist insofern verwunderlich, als dass diese Gruppe immer größer wird und ein riesiges Potenzial für Unternehmen darstellt. Flexibilität, Erfahrungswissen und wertvolle Fachexpertise sollte eigentlich ein ‘No-Brainer’ für Firmen sein. Andere Angebote für junggebliebene Seniors gibt es vor allem im Bereich Ehrenamt, das bieten wir gar nicht an. Wir fokussieren uns auf die Zielgruppe der jungen Älteren, die projektbasiert oder Teilzeit arbeiten und ihre Expertise einsetzen möchten.

Hat der Ort der Start-Up-Gründung eine wichtige Rolle gespielt, oder würdet ihr eher sagen, dass ihr ortsunabhängig seid?

Bachinger: Grundsätzlich ist der Ort der Gründung nicht ausschlaggebend. Für uns war Wien der naheliegendste Standort, was aber nicht bedeutet, dass wir nur an Österreich denken. Ganz im Gegenteil! Das Schöne an einer digitalen Lösung ist ja, dass wir eigentlich komplett ortsunabhängig sind und wir WisR vom Markennamen bis zum eigenen Team durchwegs international denken und aufbauen.

Was sind eure nächsten geplanten Schritte mit dem Unternehmen?

Bachinger: Ziel ist es, mit Mercer Produkte zu entwickeln und für Unternehmen gemeinsam einen Mehrwert zu schaffen. Die ersten Schritte dafür sind, dass wir gemeinsam auf Kunden zugehen, das Thema inhaltlich besetzen und die Bedürfnisse der Großkonzerne noch besser verstehen.

Was ist eure Motivation mit Mercer zu kooperieren?

Bachinger: Unsere Vertriebsstrategie ist ganz klar Thought Leadership für das Thema ‘experienced workforce’ zu übernehmen, und zwar weltweit. Dafür möchten wir von Anfang an mit starken Partnern zusammenarbeiten, die einerseits unsere Werte und unsere Vision teilen, und andererseits die notwendige Expertise und internationales Netzwerk haben, mit der wir uns als junge Firma weiterentwickeln können.

Was ist der Gegenstand der Kooperation?

Bachinger: Das Schlüsselproblem, das wir gemeinsam zu lösen versuchen, ist das Thema demografischer Wandel unter dem Gesichtspunkt von New Work. Was sind die (finanziellen) Konsequenzen der anstehenden Rentenwellen und wie viele meiner Mitarbeiter, und damit auch Fachwissen, gehen verloren? Wie können Unternehmen ihre eigenen älteren Mitarbeiter als Wissensträger über den Renteneintritt hinaus dafür begeistern, weiter zur Verfügung zu stehen (employee retention)? Und wie können wir Unternehmen auch dabei unterstützen, als nachhaltiger, sozialer Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, der alle Generationen als wertvolle Ressourcen erkennt (talent acquisition)?

Wie profitieren die Kunden von Mercer von der Kooperation mit WisR?

Bachinger: Kunden profitieren von der Kombination aus langjähriger Expertise in Personalberatung, Employee Benefits und Mitarbeitervorsorge sowie Kreativität und Agilität, die wir als junges Startup mitbringen. Vor allem auch für die Berechnung von Impact Cases und Impact Investments, wird es spannend sein, unsere Erfahrungen und Datensätze zu vereinen und messbar zu machen.

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