Pensionskassen mit ausgezeichneter Performance im 3. Quartal

Presseinformation

Pensionskassen mit ausgezeichneter Performance im 3. Quartal

  • 25. November 2014
  • Austria, Wien
  • Rentenkürzungen für marktübliche Rechnungszinsen unwahrscheinlich
  • Lebensphasenmodell im Aufwind
  • Individueller Wechsel zu Garantieinstrumenten nach wie vor gering

 

Die Gesamtperformance der österreichischen Pensionskassen liegt im dritten Quartal 2014 bei 6,09 Prozent. Die überbetrieblichen Pensionskassen haben 6,09 Prozent, die betrieblichen Pensionskassen 6,01 Prozent erwirtschaftet. Die durchschnittliche Performance der 26 offenen Veranlagungs- und Risikogemeinschaften der überbetrieblichen Pensionskassen liegt – unabhängig von der gewählten Veranlagungsausrichtung – bei 5,71 Prozent, so die Ergebnisse einer aktuellen Analyse des Beratungsunternehmens Mercer.

„Diese Performance ist mehr als zufriedenstellend. Fast alle Pensionskassen haben im heurigen Jahr einen sehr guten Zugewinn aus der Assetklasse Anleihen mitnehmen können. Auch Investitionen in Aktien haben sich ausgezahlt, vorwiegend im Bereich Non-Euro“, kommentiert Mag. Michaela Plank, Pensionskassen-Expertin bei Mercer in Österreich. „Anfang Oktober gab es bei fast allen Kassen einen kurzfristigen Einbruch der Performance. Hintergrund waren Korrekturen am Aktienmarkt – am stärksten war die Eurozone betroffen. Allerdings konnten die meisten Pensionskassen diese Verluste schon wieder wettmachen.“

Da die Performance der Pensionskassen deutlich über den marktüblichen Rechnungszinsen von 3 bis 3,5 Prozent liegt, ist nicht von Pensionskürzungen auszugehen. 22 Prozent aller Pensionskassenberechtigten haben jedoch einen Rechnungszins von 5 Prozent und höher. Hier könnte es vereinzelt zu Kürzungen kommen.

Performance der Pensionskassen im 3. Quartal 2014

Die Sieger der verschiedenen Veranlagungstypen:
  • Defensive Veranlagungsausrichtung: VALIDA
  • Konservative Veranlagungsausrichtung: Allianz
  • Ausgewogene Veranlagungsausrichtung: Allianz
  • Aktive Veranlagungsausrichtung: VBV
  • Dynamische Veranlagungsausrichtung: VBV

Die Performancebandbreiten innerhalb der einzelnen Veranlagungstypen:
  • Defensiv: 2,60% bis 6,00%
  • Konservativ: 5,02% bis 6,58%
  • Ausgewogen: 4,60% bis 7,47%
  • Aktiv: 5,27% bis 6,58%
  • Dynamisch: 4,60% bis 7,25%

 

Wechsel im Lebensphasenmodell: Positive Entwicklung

Innerhalb des in der Pensionskassenlandschaft mittlerweile marktüblichen Lebensphasenmodells, das Wahlmöglichkeiten zwischen risikoärmeren und risikoreicheren Veranlagungsausrichtungen vorsieht, haben laut Umfrage 124 Personen gewechselt, wobei hier die Daten einer großen Pensionskasse noch fehlen. Es kann daher in Summe von rund 300 Personen ausgegangen werden.

„Diese Entwicklung ist im Vergleich zu den letzten Jahren als positiv zu sehen, wobei eine noch stetigere Nutzung des Lebensphasenmodells durch die Anwärter wünschenswert wäre. Junge Anwartschaftsberechtigte haben bis zum Pensionsantritt noch eine lange Ansparphase, in der sie mehr Risiko vertragen können, als jene Berechtigte, die schon kurz vor Pensionsantritt stehen“, so Josef Papousek, Geschäftsführer von Mercer in Österreich.

Weiterhin geringes Interesse an Garantien

Die Möglichkeit, von einer überbetrieblichen Pensionskasse in eine Betriebliche Kollektivversicherung zu wechseln, haben Unternehmen auch in diesem Jahr wieder wahrgenommen. Diese Wahlmöglichkeit basiert nach wie vor auf der Umsetzung der Pensionskassengesetzesnovelle aus dem Jahr 2013.

Jedoch wird die individuelle Option von den Anwartschaftsberechtigten selbst nicht wirklich genutzt. Lediglich 294 Personen sind zum Stichtag 31.10. von der Pensionskasse in die Betriebliche Kollektivversicherung gewechselt, wobei hier der Schwerpunkt bei einer einzelnen Pensionsklasse liegt. Grund hierfür ist die Tatsache, dass jeder Wechsel in die Betriebliche Kollektivversicherung eine Reduktion der ausgewiesenen Pension mit sich bringt, zum einen wegen der unterschiedlichen Zinssätze und zum anderen aufgrund der Garantiekosten.

„Ein Prozentpunkt Differenz zwischen Pensionskassen-Rechnungszins und Garantiezins in der Versicherung bedeutet 10 Prozent weniger an Pension. Bei einem Wechsel in die Betriebliche Kollektivversicherung kann die Pension bei einem marktüblichen Rechnungszins um bis zu 20 Prozent geringer ausfallen, bei höheren Rechnungszinsen kann die Differenz bis zu 50 Prozent betragen“, erläutert Mag. Plank. „Jedem Anwartschaftsberechtigten muss bewusst sein, dass er – wenn er eine Garantie haben möchte – für diese Garantie auch bereit sein muss zu zahlen.“

Die Garantievariante in der Pensionskasse wird noch weniger wahrgenommen als die Betriebliche Kollektivversicherung. Lediglich zwei Personen werden zum 01.01.2015 in die Sicherheits-VRG (Sicherheits-Veranlagungs- und Risikogemeinschaft) wechseln. Im letzten Jahr waren es 20. Fünf überbetriebliche Pensionskassen haben dazu eine Sicherheits-VRG gegründet, eine weitere Kasse hat einen Kooperationsvertrag mit einer anderen Pensionskasse abgeschlossen.

Über Mercer (www.mercer.com)
 
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Mercer Austria GmbH, www.mercer.at

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