Ausgezeichnete Performance bei Pensions- und Vorsorgekassen 2019

02. März 2020

Österreich, Wien

 

  • Überbetriebliche Pensionskassen erzielten im Jahr 2019 durchschnittlich 11,82 Prozent
  • Langfristige Performance steht bei überbetrieblichen Pensionskassen im Vordergrund  
  • Betriebliche Vorsorgekassen erreichten beachtliches durchschnittliches Marktergebnis von 5,74 Prozent

Die überbetrieblichen Pensionskassen haben im Jahr 2019 ein hervorragendes Ergebnis von 11,82 Prozent erzielt. In der aktuellen Analyse der überbetrieblichen Pensionskassen für 2019, die das Beratungsunternehmen Mercer durchgeführt hat, belegen die APK Pensionskasse und die Allianz Pensionskasse in jeweils zwei Veranlagungskategorien Top-Plätze. Allianz hat in den Kategorien „dynamisch und aktiv“ 16,62 Prozent bzw. 14,26 Prozent erreicht.  APK führt das Ranking in den Kategorien „ausgewogen und konservativ“ mit 14,17 Prozent und 12,68 Prozent an. Die BONUS liegt in der „defensiven“ Kategorie mit 8,08 Prozent vorne.

 

„Das Jahr 2019 war verlangungstechnisch ein sehr gutes Jahr. Die gute Entwicklung der Aktienmärkte sowie eine ausreichende Diversifikation in der Asset-Allokation und auch die Erweiterung des Portfolios in Richtung „Private Markets“ sind positive Einflussfaktoren“, kommentiert Michaela Plank, Expertin für betriebliche Altersvorsorge bei Mercer Österreich.

 

Langfristige Performance steht im Vordergrund

 

Im mittel- bis langfristigen Vergleich der überbetrieblichen Pensionskassen ergibt sich folgendes Bild bzw. folgende Rangfolge:

 


 

Die Ergebnisse zeigen, dass im mittel- bis langfristigen Beobachtungszeitraum eine Performance in der Höhe des marktüblichen Rechnungszinses (Parameter, der für die Berechnung der ersten Pension herangezogen wird) erwirtschaftet wurde. Wichtig für das System ist daher die marktgerechte Festlegung des Rechnungszinses. „Es sollte für jeden einzelnen Pensionsanwärter möglich sein, seinen Rechnungszins am Beginn der Pensionsphase festzulegen und somit selbst darüber zu entscheiden, wie sich seine Pension entwickeln wird“, betont Plank.

 

Vorsorgekassen mit ausgezeichneter Performance im Jahr 2019

 

Die betrieblichen Vorsorgekassen konnten von der Stimmung am Kapitalmarkt ebenfalls gut profitieren und erzielten ein beachtliches durchschnittliches Marktergebnis von 5,74 Prozent. Betrachtet man die Performance-Werte der einzelnen Vorsorgekassen, sind jedoch große Unterschiede im Anlageergebnis festzustellen – die Bandbreite reicht von herausragenden 9,87 Prozent bis zu 3,87 Prozent.

 

Die APK Vorsorgekasse liegt mit 9,87 Prozent im einsamen Spitzenfeld, auf Platz zwei die VBV-Vorsorgekasse mit 6,81 Prozent und auf Platz drei die BUAK Vorsorgekasse mit 5,38 Prozent – beide jedoch bereits mit einem deutlichen Abstand.

 

Der Performance-Unterschied zwischen den österreichischen Vorsorge- und Pensionskassen von über sechs Prozentpunkten ist − neben den unterschiedlich geltenden Veranlagungsvorschriften und der von den Vorsorgekassen zu gewährenden Kapitalgarantie − auch auf die kurze Veranlagungsdauer der Vorsorgegelder zurückzuführen. Anwartschaftsberechtigte können bereits nach drei Jahren eine Auszahlung verlangen, sofern die sonstigen Voraussetzungen für eine Abfindung erfüllt sind. Die Forderung nach einer Verlängerung dieser dreijährigen „Behaltedauer“ besteht somit im Hinblick auf eine gewünschte langfristige und ertragreiche Veranlagung weiterhin. Aktuell liegen die Spitzenreiter im fünfjährigen Vergleich bei 2,2 Prozent (VBV und NÖVK).

 

Forderungen an die Regierung nach wie vor unverändert

 

Eine attraktive und marktübliche betriebliche Vorsorge stellt eine sinnvolle Ergänzung dar. Die Empfehlungen an die Regierung zur Absicherung des gewohnten Lebensstandards bleiben unverändert. Mercer empfiehlt daher:

 

  • Aktive Information der Bürgerinnen und Bürger zum Thema Pension
  • Verstärkte Einbeziehung der zweiten und dritten Pensionssäule zur nachhaltigen Sicherung des heimischen Pensionssystems
  • Schaffung von Rechtsgrundlagen für eine Entgeltumwandlung mittels Einbindung in Kollektivverträge für eine steuerschonende Pensionsvorsorge
  • Deutliche Erhöhung der steuerfreien Zukunftssicherung von 300 Euro im Jahr auf
    1.000 Euro, um eine Basisaltersvorsorge zu Pensionsantritt zu gewährleisten
  • Adaptierungen der Funktionsweise der Pensionskassen im Rahmen der betrieblichen Vorsorge

Besonders unterstreichen möchte Mercer vor allem die damalige Empfehlung, steuerliche Anreize für Eigenbeiträge zu schaffen. „Es ist wichtig, dass ArbeitnehmerInnen-Beiträge, die in die betriebliche Vorsorge eingezahlt werden, steuerlich absetzbar sind“, erklärt Plank. „Für GeringverdienerInnen, die von einer derartigen Steuererleichterung nicht profitieren würden, sollte ein Prämienmodell eingeführt werden.”

 

Über Mercer

Mercer setzt sich dafür ein, die Zukunft mutig und intelligent zu gestalten – durch die Transformation der Arbeitswelt, eine Verbesserung von Vorsorge- und Investmentlösungen sowie durch den Einsatz für Gesundheit und Wohlergehen. Mit mehr als 25.000 Mitarbeitern in 44 Ländern ist Mercer in über 130 Ländern tätig. Mercer ist ein Tochterunternehmen von Marsh & McLennan (NYSE: MMC), dem führenden globalen Anbieter von professionellen Dienstleistungen zu den Themen Risiko, Strategie und HR – mit einem Jahresumsatz von 17 Mrd. USD und 76.000 Mitarbeitern. Als Marktführer hilft Marsh & McLennan seinen Kunden, in einem immer dynamischeren und komplexeren Umfeld erfolgreich zu agieren. Zur Unternehmensgruppe gehören auch Marsh, Guy Carpenter und Oliver Wyman. Für weitere Informationen besuchen Sie uns auf http://www.mercer.at oder folgen Sie uns auf Twitter @Mercer_at.

 

Mercer Austria (www.mercer.at)

Mit mehr als 15 Expertinnen und Experten am Standort Wien zählt Mercer in Österreich zu den führenden Anbietern von Personalvorsorgeberatung, Investment Consulting und Lösungen sowie Beratung im Bereich Vergütungsmanagement.

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