Pensionskassen mit erfolgreichem Jahresendspurt

Pensionskassen mit erfolgreichem Jahresendspurt

Presseinformation

Pensionskassen mit erfolgreichem Jahresendspurt

  • 20-February-2014
  • Österreich, Wien
  • Überbetriebliche Pensionskassen erwirtschaften in den offenen Veranlagungs- und Risikogemeinschaften 5,20 Prozent Rendite
  • Rechnungszins von 5 Prozent und mehr kann für Pensionskürzungen sorgen
  • Starke Abweichungen bei den Ergebnissen der Betrieblichen Vorsorgekassen

 

Die Pensionskassen haben allesamt im Jahresendspurt im Vergleich zu den ersten drei Quartalen noch zugelegt und damit für das Jahr 2013 eine Gesamtperformance von 5,14 Prozent erzielt. Dabei haben die überbetrieblichen Pensionskassen ein Plus von 5,30 Prozent und die betrieblichen Pensionskassen 3,91 Prozent Rendite erwirtschaftet.

Die durchschnittliche Performance der 26 offenen Veranlagungs-und Risikogemeinschaften der überbetrieblichen Pensionskassen liegt – unabhängig von der gewählten Veranlagungsausrichtung – für 2013 bei 5,20 Prozent. Ein  Ergebnis, das somit über der Durchschnittsperformance des Gesamtmarktes liegt, so eine aktuelle Analyse des Beratungsunternehmens Mercer.

Der  entscheidende Hebel war eindeutig die Höhe der Aktienquote. Die betrieblichen Kassen hielten einen durchschnittlichen Aktienanteil von 28,23 Prozent, während die überbetrieblichen Pensionskassen im Durchschnitt bis zu 36,71 Prozent in Aktien veranlagt waren. „Auch die Entscheidung, sich bei der Anleihenallokation nicht nur auf die Kernländer zu konzentrieren, hatte großen Einfluss. Gepaart mit dem richtigen Gespür für die Fondsallokation bzw. Aufstellung des Zielportfolios, hat dies für das Jahr 2013 eine gute Performance gebracht“, erklärt Mercer-Expertin Michaela Plank.

Die Einteilung der Veranlagungstypen (von defensiv bis dynamisch) erfolgt durch die Österreichische Kontrollbank, die seit 2006 die jeweiligen Benchmarks zur Verfügung stellt. Die Performancebandbreite 2013 innerhalb der einzelnen Veranlagungstypen bei den überbetrieblichen Pensionskassen ergibt sich daher wie folgt:  

Performance der überbetrieblichen Pensionskassen im Jahr 2013

Die Sieger der verschiedenen Veranlagungstypen:

  • Defensive Veranlagungsausrichtung: VBV-Pensionskasse
  • Konservative Veranlagungsausrichtung: Allianz Pensionskasse
  • Ausgewogene Veranlagungsausrichtung: Allianz Pensionskasse AG
  • Aktive Veranlagungsausrichtung: Allianz Pensionskasse AG
  • Dynamische Veranlagungsausrichtung: Allianz Pensionskasse AG 

 

Die Performancebandbreiten innerhalb der einzelnen Veranlagungstypen: 

  • Defensiv: 2,48 bis 3,97 Prozent
  • Konservativ: 2,72 bis 4,56 Prozent
  • Ausgewogen: 3,70 bis 6,48 Prozent
  • Aktiv: 5,25 bis 7,73 Prozent
  • Dynamisch: 5,10 bis 9,05 Prozent
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Die größte Bandbreite bzw. Abweichung innerhalb eines Veranlagungstyps ist bei der dynamischen Veranlagungsausrichtung festzustellen. Hier hat die beste Pensionskasse 9,05 Prozent an Performance erwirtschaftet, das Schlusslicht liegt bei 5,10 Prozent

Rechnungszins von 5 Prozent und mehr kann für Pensionskürzungen sorgen

Jene Pensionskassenberechtigten mit einem marktüblichen Rechnungszins von 3,5 oder 3 Prozent dürfen sich je nach Höhe der individuellen Schwankungsrückstellung zumindest über gleichbleibendes oder auch leicht steigendes Deckungskapital bzw. Renten freuen. Ist die Schwankungsrückstellung nicht ausreichend dotiert, kann ein Teil der Performance über dem Rechnungszins auch noch für den Ausgleich der Schwankungsrückstellung verwendet  werden.

Für jene 22 Prozent der Berechtigten der überbetrieblichen Pensionskassen mit einem Rechnungszins von 5 Prozent und höher kann es – je nach Kasse – durchaus vereinzelt zu Pensionskürzungen kommen. Um dem entgegen zu wirken ist ein durchschnittliches langfristiges Performanceergebnis von bis zu 7 Prozent notwendig – dies gibt der Kapitalmarkt derzeit leider nicht her.

„Dies macht deutlich, wie wichtig es ist, dass sich Arbeitgeber und Betriebsräte  um die Höhe des Rechnungszinses kümmern. Es gilt weiterhin, dass ein angemessener Rechnungszins die Risiken für eine spätere Pensionskürzung verringert“, so das Fazit von Michaela Plank.

Weiters hemmt ein hoher Rechnungszins die Berechtigten in der Nutzung  der durch die Pensionskassengesetzesnovelle im letzten Jahr gesetzlich verankerten Wechselmöglichkeiten (Lebensphasenmodell, Sicherheits-Veranlagungs- und Risikogemeinschaft und auch Betriebliche Kollektivversicherung). Im Lebensphasenmodell sind aktuell nur max. 3,5 Prozent Rechnungszins erlaubt und sinnvoll. Josef Papousek, Geschäftsführer von Mercer, dazu: „Jeder einzelne Berechtigte kann sich – wenn er will – für seine persönliche Veranlagungsausrichtung entscheiden. Der Gesetzgeber hat hier mehr Flexibilität angeboten, die durchaus genutzt werden sollte.“

Starke Abweichungen bei den Ergebnissen der Betrieblichen Vorsorgekassen

Die Durchschnittsperformance aller Betrieblichen Vorsorgekassen für das Jahr 2013 liegt bei 2,8 Prozent, wobei alle Kassen nach dem defensiven Typ (weniger als 16 Prozent Aktien) veranlagt waren.

Speziell in diesem Jahr zeigen sich jedoch massive Performanceunterschiede bei den einzelnen Kassen: Das Schlusslicht weist eine Performance von 0,78 Prozent aus,  währenddessen die BONUS als beste Vorsorgekasse im heurigen Jahr eine Performance von 4,06 Prozent für ihre Kunden erwirtschaften konnte.

Im langfristigen Vergleich liegen die Kassen mit der besten Durchschnittsperformance (VBV und Valida) bei knapp unter 3 Prozent.

Über Mercer (www.mercer.com)
 
Mercer zählt mit rund 20.000 Mitarbeitern in mehr als 40 Ländern zu den führenden globalen Anbietern von Dienstleistungen in den Bereichen Talent, Health, Retirement und Investments. Die Berater von Mercer unterstützen Unternehmen bei der Gestaltung und dem Management von betrieblichen Nebenleistungen, insbesondere im Bereich betriebliche Altersversorgung und Gesundheitsleistungen sowie bei der Optimierung des Human Capital-Managements. Das Unternehmen ist überdies einer der führenden Anbieter von Verwaltungs- und Outsourcing-Lösungen für betriebliche Nebenleistungen. Die Mercer-Dienstleistungen im Bereich Investments beinhalten das Investment Consulting sowie Multi-Manager Investment-Produkte. Das Unternehmen ist Teil der Marsh & McLennan Companies, Inc. (www.mmc.com). Die Aktie der Muttergesellschaft ist mit dem Ticker-Symbol MMC an den Börsen New York und Chicago notiert.

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