Mercer | Betriebliche Vorsorge erzielte 2016 gute Erträge

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Betriebliche Vorsorge erzielte 2016 gute Erträge

  • 15. März 2017
  • Austria, Wien

Bei den Pensionskassen erreichte die APK drei erste Plätze, weitere Sieger wurden die Bonus und die Allianz. Bei den Vorsorgekassen, der „Abfertigung Neu“, wurde die Niederösterreichische Vorsorgekasse die Nummer eins im Veranlagungsjahr 2016.

Bei einer Analyse der Ergebnisse der überbetrieblichen Pensionskassen im Jahr 2016 durch das Beratungsunternehmen Mercer belegte die APK Pensionskasse dreimal den ersten Platz. Die APK wurde Sieger in den durch ihren Aktienanteil definierten Anlagekategorien „konservativ“ (Jahresrendite 5,25 Prozent), „aktiv“ (5,30 Prozent) und „dynamisch“ (5,59 Prozent). Die Bonus Pensionskasse führt das Ranking in der „defensiven“ Kategorie – also jener mit dem geringsten Aktienanteil – mit 4,46 Prozent an. In der Kategorie „ausgewogen“ landete die Allianz Pensionskasse mit 5,09 Prozent ganz vorne.

Angesichts des turbulenten Aktienjahres und der extrem niedrigen Zinsen kann sich die Performance der fünf überbetrieblichen Pensionskassen durchaus sehen lassen. Über alle Anlagekategorien wurde in der zweiten Säule des Pensionssystems 2016 im Schnitt eine Rendite von 4,20 Prozent erzielt.

Noch etwas besser fällt das Ergebnis im Fünf-Jahresvergleich von 2012 bis 2016 aus. Hier trug die Allianz Pensionskasse viermal den Sieg davon. Sie gewann die Kategorien „defensiv“ (durchschnittliche Rendite pro Jahr 4,85 Prozent), „konservativ“ (5,85 Prozent), „ausgewogen“ (6,93 Prozent) und „aktiv“ (7,4 Prozent). In der Kategorie „dynamisch“ mit dem höchsten Aktienanteil wurde die VBV-Pensionskasse Erster mit 6,91 Prozent Jahresrendite.

„Die Performance der besten Pensionskassen ist sowohl kurz-, als auch mittelfristig mit über fünf Prozent im ausgewogenen Veranlagungsstil mehr als zufriedenstellend“, so Michaela Plank, Expertin für Betriebliche Altersvorsorge beim Beratungsunternehmen Mercer. „Das liegt“, so Plank, „nicht nur an ertragreichen Anlagestrategien, sondern auch an der günstigen Kostenstruktur.“

Leider profitieren nur relativ wenig Arbeitnehmer von den 20,84 Milliarden Euro, die die Pensionskassen verwalten. Derzeit erwerben erst 809.279 aktive Arbeitnehmer Ansprüche auf eine betriebliche Zusatzpension, dazu kommen 93.693 leistungsberechtigte Pensionisten.

Wesentlich weiter verbreitet sind die Vorsorgekassen, die seit dem Jahr 2003 das Kapital des neuen Abfertigungssystem sowie der Selbständigenvorsorge investieren. Die acht Anbieter verwalten inzwischen 9,42 Milliarden Euro für 3,23 Millionen Kunden. Weil in Österreich bis dato erst rund ein Viertel aller Arbeitnehmer von Einzahlungen in eine Pensionskasse profitieren, stellt die neue Abfertigung in den Vorsorgekassen für viele Österreicher somit die einzige zusätzliche Vorsorge dar.

Wegen der gesetzlich vorgesehenen kurzen Mindestbindefrist von drei Jahren wird das Kapital von allen Kassen sehr defensiv angelegt. Trotzdem konnte die Niederösterreichische Vorsorgekasse als bester Anbieter des Jahres 2016 eine Performance von 3,59 Prozent erzielen. Im Durchschnitt aller Vorsorgekassen lag die Rendite 2016 bei 2,25 Prozent.

Im 5-Jahresschnitt liegt die BUAK an erster Stelle (3,66 Prozent) vor der fair-finance (3,56 Prozent) und der Niederösterreichischen Vorsorgekasse (3,11 Prozent). Im Durchschnitt aller Vorsorgekassen lag die Rendite 2012-2016 bei 2,89 Prozent.

Bester Anbieter über zehn Jahre wurde die BUAK mit 2,58 Prozent pro Jahr, auf den Plätzen danach folgen die VBV (2,30 Prozent) und die VALIDA (2,20 Prozent). Zum Vergleich: Im Durchschnitt erzielten die Vorsorgekassen im Zeitraum 2007 bis 2016 eine Verzinsung von 2,07 Prozent.

Mercer-Expertin Plank: „Die Ergebnisse der Vorsorgekassen sind für den vorgegebenen kurzfristigen Veranlagungshorizont sehr gut. Durch eine längere Behaltedauer könnte auch ein langfristigeres Veranlagungskonzept umgesetzt werden und somit eine höhere Performance generiert werden.“

Angesichts der aktuellen Niedrigzinsphase fordert Mercer-Expertin Plank: „Wann also, wenn nicht jetzt, sollte die Regierung die Investitionen in die 2. Pensionssäule stärker fördern, etwa durch eine verpflichtende Aufnahme der Pensionskasse in Kollektivverträge oder durch erhöhte Umwandlungsmöglichkeiten.“

„Eine weitere Option“, so Plank, „wäre die Möglichkeit, dass die relativ große Zahl der Vorsorgekasse-Kunden zusätzlich eigenes Geld in die Vorsorgekassen einzahlen, zum Beispiel mittels steuerbegünstigter Umwandlung von variablen Vergütungsbestandteilen. Durch die zusätzliche Förderung der 2. Säule, der betrieblichen Pensionen, könnte die Lücke der 1. Säule, der staatlichen Pensionen, langfristig beträchtlich reduziert werden.“

 

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